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12.09.2009, "Lähmende Kontinuität" bei Vorstandswahlen bei der KV Nordrhein


„Lähmende Kontinuität“ bei Vorstandswahlen bei der KV Nordrhein

Grauduszus: „Mehr demokratisches Handwerkszeug dringend notwendig!“

ERKRATH – „Kontinuität kann zuweilen erstrebenswert sein, ist beileibe jedoch nicht immer positiv und zukunftsweisend – die Vertreterversammlung der KV Nordrhein hat trotzdem den zweiten Weg gewählt und Chancen für einen standespolitischen Wechsel vertan“, kommentierte Martin Grauduszus, Präsident der ‚Freien Ärzteschaft’ die Tatsache, dass mit Bernhard Brautmeier und Dr. Peter Potthoff zwei Protagonisten der bisherigen KVNo-Politik von der Vertreterversammlung zu Nachfolgern des zum Jahresende vorzeitig abdankenden Vorstands-Duos Hansen/Enderer gewählt wurden. Brautmeier, seit 25 Jahren in Diensten der KV Nordrhein, davon 18 Jahre als deren Hauptgeschäftsführer, sei „kein Garant für einen wirklichen Neuanfang im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft.“

Merkwürdig sei zudem, dass der Tagesordnungspunkt zur Bestimmung des Vorstandsvorsitzenden auf November vertagt wurde – „eine Hinhalte-Taktik, die genau beobachtet werden muss!“, so Grauduszus.

Dass diese Wahl befristet für ein Jahr erfolgte, ist für Grauduszus „sicherlich auch den im Vorfeld der VV vorgebrachten Hinweise der ‚Freien Ärzteschaft’ geschuldet, dass eine Wahl für den – üblichen – Amts-Zeitraum von sechs Jahren demokratischen Gepflogenheiten zuwider gelaufen wäre“ – denn im kommenden Jahr wird die Vertreterversammlung neu gewählt. Diese neue Vertreterversammlung hätte möglicherweise dann mit einem auf sechs Jahre gewählten Vorstand zusammenarbeiten müssen, den sie in dieser Konstellation nicht gewählt hätte.

Der weitergehende Vorschlag der ‚Freien Ärzteschaft’, die VV vorzeitig aufzulösen und vorgezogene Neuwahlen durchzuführen, ist durch die gegenwärtige Gesetzeslage nicht gedeckt – für Grauduszus „umso mehr Anlass zum Appell an die Kolleginnen und Kollegen der VV, hier initiativ zu werden und durch profunde Arbeit und Beratungen entsprechende Novellierungs- und Ergänzungsvorschläge zu erarbeiten und einzubringen.“ Es sei unabdingbar, „grundlegendes demokratisches Handwerkszeug“ in die Arbeit der ärztlichen Körperschaften einzubringen, um nicht nur bei Situationen wie derjenigen jetzt in Nordrhein in Zukunft besser gewappnet zu sein.“



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So, 13.09.2009 20:04 / SM  Anfang