Der Überwachungswahn in
unserer Gesellschaft macht auch nicht vor den sensibelsten unsererDaten halt, den Krankheitsdaten!
Worum geht es?
In diesem Jahr soll die
elektronische Gesundheitskarte eingeführt werden, gegen alle Widerstände von
Bürgern und Ärzten. In Nordrhein Westfalen bekommt jetzt jeder
Krankenversicherte die Aufforderung von seiner Kasse, ein Foto abzugeben
welches in Zukunft seine Versichertenkarte zieren soll. Angeblich um den Missbrauchvon einzelnen Mitbürgern mit
Kassenleistungen zu verhindern, in Wirklichkeit wird Big IT hier eine
allumfassende Transparenz herstellen.
Es
fragt sich bloß, was soll transparent werden, die Medizin, die Ärzte oder
vielleicht auch gleich der ganze Mensch?
Die
neue Karte ist der Schlüssel für ein riesengroßes Computernetzwerk, dem sich
zwangsweise alle Arztpraxen,Krankenhäuser , Zahnärzte, Apotheker, Psychologenund Massagepraxen anschließen müssen !
Auf
der Karte wird nicht viel gespeichert, Die Daten kommen in zentrale
Computeranlagen.
Die
Frage ist bloß? Wollen wir das?
Im
Laufeder letzten 3000 Jahre
Menschheitsgeschichte sind alle Verschlüsselungen geknackt worden, von den
ägyptischen Hiroglyphen bis zu den Enigma Codes des 2. Weltkrieges. Wir müssen
nur auf die nächste Computergeneration warten, um dieVerschlüsselungen von heute mit der Geschwindigkeit von
morgen zu entschlüsseln.
Und
die Daten sind was wert!
Die
kosten was auf dem weltweiten Medizinmarkt, Datenverkauf, Auswertungen für
Pharmaindustrie. Politiker erpressen wird damit auch viel leichter!
In unserer Ministerien herrscht der zentralisierte
Kontrollwahn!
Einige offizielle Datenschützer stellen der
Gesundheitskarte immer das beste Sicherheitszeugnis aus. Aber der offizielle
Datenschutz ist hier genauso überfordert wie in allen anderen Bereichen!
Offizielle Datenschützerkonnten auch nicht verhindern, dass die Daten vonDiabetes Patienten vor 3 Jahrenvon der deutschen Datenstelle einfach
zur Auswertung nachVietnam weitergegebenwurden!
Patientendaten liegen heute in den Arztpraxen und wecken so nicht die Begehrlichkeiten wie es ein
Datenberg im Internet täte. Das vertrauensvolle Arzt-Patientenverhältnis ist
immer noch der beste Schutz gegen die Offenlegung der Daten Dritten gegenüber
gewesen.
Es reicht uns schon, dassSchäuble durchgesetzt hat, dass wir auch inden Arztpraxen nicht mehr vor dem Abhören der Telefonate
zwischen uns und unseren Patienten geschützt sind!
Wir als Ärzte und Bürger sagen: Moderne Technik ja,
aber nicht so. Es geht hier nicht um Technikfeindlichkeit. Sondern um Bürgerschutz!
Die neue Karte soll 14 Milliarden Euro kosten- Dieses
Geld kann man besser für die Behandlung von Kranken einsetzten! Da wird es
dringend gebraucht!
Die Aktion „ Stoppt die e- Card“ ist eine
Bürgerrechtsbewegung aus inzwischen 47 Verbänden und Organisationen .
Die Deutsche AIDS Hilfe, der Arbeitskreis
Vorratsdatenspeicherung, der Chaos Computerclubsind genauso beteiligt wie die Bundesarbeitsgemeinschaft
PatientInnenstellen, die Freie Ärzteschaft, IPPNWund das Berliner Netzwerk Frauengesundheit.
700 000 Bürger haben schon erklärt, dass sie sich
weigern , die neue Karte zu nutzen. Die alte Karte kann noch so lange weiter
benutzt werden, bis die Neue bundesweit verbreitet wurde. Und das wird dauern!
73 % der Praxisärzte weigern sich die Karte
einzuführen. Die Kartentests hatten katastrophale Ergebnisse!
Unser Ziel istes, dieses Milliardenprojekt aufzuhalten!
Gesundheit ist keine Ware, Kranke sind keine
Kunden, und das geschützte Arzt Patienten- Verhältnis und die Schweigepflicht
müssen verteidigt werden!
Vielen Dank!
Dr. med. Silke Lüder, Sprecherin der Aktion „ Stoppt
die e Card“,
Berlin. Veranstalter und Teilnehmer von zwei
Demonstrationen am Wochenende in Berlin haben das unverhältnismäßig
harte Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten kritisiert. Nach der
Demonstration «Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn»
ermittelt die Polizei jetzt wegen des Verdachts der Körperverletzung
im Amt in den eigenen Reihen, wie ein Polizeisprecher der Deutschen
Presse-Agentur am Sonntag in Berlin sagte.
Ein auf dem
Internetportal «Youtube» veröffentlichtes Video zeigt, wie ein
Radfahrer von einem Polizisten am Hemd gezogen und ins Gesicht
geschlagen wird, um im Anschluss von mehreren Kollegen zu Boden
gezerrt und getreten zu werden