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28.09.2009, Glückwünsche der Freien Ärzteschaft an Angela Merkel und Guido Westerwelle

Das Schreiben an die Bundeskanzlerin Angela Merkel
Das Schreiben an Guido Westerwelle

Das Schreiben an die Bundeskanzlerin Angela Merkel  Anfang 

Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin,

zum Erfolg bei der Bundestagswahl und dem damit von Ihnen maßgeblich forcierten und jetzt greifbar gewordenen Politik-Wechsel gratuliere ich Ihnen, auch im Namen des Vorstandes der ‚Freien Ärzteschaft’, sehr herzlich. Zur Ausübung Ihres nicht einfachen Amtes wünsche ich Ihnen Glück, Gesundheit, Zuversicht und Ausdauer.

Vor Ihnen und Ihrer neu formierten Bundesregierung liegen gewaltige Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Neben Finanzkrise und weiteren globalen Problemen zähle ich hierzu auch den gesundheitspolitischen Bereich. Hier sehen wir Ärztinnen und Ärzte in Deutschland gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten größten Handlungsbedarf.

Der Erhalt der flächendeckenden wohnortnahen Versorgung durch niedergelassene haus- und Fachärzte, die Garantie unserer ärztlichen Freiberuflichkeit und Therapiefreiheit in wirtschaftlicher Unabhängigkeit sowie der Schutz der ärztlichen Schweigepflicht liegen uns dabei besonders am Herzen. Diese hohen Güter unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens bedürfen der besonderen Fürsorge des Staates. Hier bauen wir auf Sie und Ihre neue Regierung. Zum konstruktiven Dialog sind wir jederzeit bereit.

Mit einem nochmaligen herzlichen ‚Glück auf’ für Ihre zukünftige Arbeit verbleibe ich

Mit herzlichen Grüßen

Martin Grauduszus

Präsident


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Das Schreiben an Guido Westerwelle  Anfang 

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

zu Ihrem fulminanten Wahlsieg gratuliere ich Ihnen, auch im Namen des Vorstandes der ‚Freien Ärzteschaft’, sehr herzlich. Wie Sie wissen, setzen viele Ärztinnen und Ärzte in Deutschland große Hoffnungen in Ihre Partei.

Gerade bei Ihnen sehen wir die Belange der ärztlichen Freiberuflichkeit in wirtschaftlicher Unabhängigkeit, die Therapiefreiheit und den Schutz des Arzt-Patienten-Verhältnisses sowie der ärztlichen Schweigepflicht in guten Händen.

In diesem Zusammenhang verweise ich auf das zuvörderst drängend Problem der elektronischen Gesundheitskarte. Hier ist es dringend notwendig, dass die neue Regierungsmehrheit zeitnah Entscheidungen analog zu den Beschlüssen dreier Deutscher Ärztetage und Empfehlungen der Ärztekammer Nordrhein sowie der Vertreterversammlung der KV Nordrhein fällt, um dieses unsägliche Projekt zu stoppen.

Hier hat sich die FDP in der jüngsten Vergangenheit sehr deutlich positioniert in ihrer Ablehnung der elektronischen Gesundheitskarte in der vorliegenden Form. Wir Ärztinnen und Ärzte hoffen sehr, dass aus dieser Ablehnung praktische Regierungsarbeit wird.

Mit einem nochmaligen herzlichen ‚Glück auf’ für Ihre kommende Arbeit verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Martin Grauduszus

Präsident


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Di, 29.09.2009 20:19 / SM  Anfang