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07.10.2009, Pressemitteilung: Keine "gesundheitspolitische Warteschleife" in der Gesundheitspolitik


PRESSEMITTEILUNG

Keine „gesundheitspolitische Warteschleife“ in der Gesundheitspolitik

Grauduszus: „Zorn der Ärzte nicht verraucht, sondern zunächst nur zurückgedrängt!“

ERKRATH – Entschlossene Schritte für eine „umfassende, mutige und zukunftsorientierte Reform des Gesundheitswesens“ hat Martin Grauduszus, Präsident der ‚Freien Ärzteschaft’ (FÄ) von den Koalitions-Unterhändlern in Berlin gefordert. Eine „ gesundheitspolitische Warteschleife“ würde – gerade auch vor dem Hintergrund der aktuell bekannt gewordenen Minuszahlen des Schätzerkreises der Krankenkassen - „katastrophale Auswirkungen haben und neuerliche Aktionen nach sich ziehen, die dann das Potential zum gesamtgesellschaftlichen Flächenbrand in sich bergen.“

Die Zukunft des Gesundheitsfonds, die drohende Industrialisierung der Gesund-heitsversorgung, die ungebremst ausufernde wirtschaftliche und bürokratische Strangulation der niedergelassenen Ärzteschaft, die wild wuchernde staatliche Datengier mittels der elektronischen Gesundheitskarte und der drohende Ärzte-mangel seien nur einige Punkte, die mit einer Fortführung der „Stellschrauben-Politik schwarz-roter Prägung“ absolut nicht gelöst werden könnten, erklärte der FÄ-Präsident.

Hier sei jetzt in besonderem Maße der Koalitionspartner FDP gefordert, die im Wahlkampf genannten gesundheitspolitischen Positionen in Realpolitik umzusetzen. „Wir erwarten von der FDP keine Klientelpolitik, sondern die Verwirklichung ihrer gesundheitspolitischen Ziele“, sagte Grauduszus, der die Liberalen daran erinnerte, dass diese Ziele in vielen Punkten mit den „verantwortungsvoll erarbeiteten Positionen der Ärzteschaft weitgehend übereinstimmen.“

Die Ärztinnen und Ärzte in Deutschland würden die Koalitionsverhandlungen in Sachen Gesundheit und die sich daraus abzeichnende Gesundheitspolitik aufmerksam beobachten – kooperativ dort, wo es möglich und sinnvoll erscheine, kritisch dort, wo es nötig und geboten erscheine. Insofern sei es auch denkbar, dass der Gesundheitswahlkampf der Ärzteschaft durchaus fortgeführt werde, denn „nach der Wahl ist vor der Wahl“ zitierte Grauduszus eine gängige Redensart und verwies darauf, „dass der in Jahren durch eine ignorante und ideologieverblendete Gesundheitspolitik aufgestaute Zorn der Ärztinnen und Ärzte mit dem Ergebnis des 27. September nicht verraucht, sondern zunächst nur zurückgedrängt ist.“

Für Rückfragen: Peter Orthen-Rahner, 0173 – 6017351,

presse@freie-aerzteschaft.de


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Mi, 07.10.2009 10:20 / SM  Anfang