29.10.2009, Pressemitteilung, Glückwunsch-Schreiben an den neuen Bundesgesundheitsminister
Glückwunsch-Schreiben an den
neuen Bundesgesundheitsminister
Grauduszus:
„Eigenverantwortung, Subsidiarität, Solidarität neu justieren!“
ERKRATH – „Indem erstmals ein Arzt an der Spitze des
Bundesgesundheitsministeriums steht, wird möglicherweise die ur-ärztliche
Maxime des ‚nihil nocere’ (nicht schaden) in diese Behörde einziehen – nicht
als Maßstab einer Klientelpolitik, sondern als Richtungsvorgabe für das
Gesundheitswesen insgesamt, in dem Ärztinnen und Ärzte weiter in Verantwortung
für das Gemeinwohl eine tragende freiberuflich garantierte und wirtschaftlich
unabhängige Rolle spielen müssen.“ Dieser Hoffnung gab Martin Grauduszus,
Präsident der ‚Freien Ärzteschaft’ (FÄ) in seinem Glückwunschschreiben an Dr.
Philipp Rösler Ausdruck.
Das deutsche Gesundheitswesen stecke unbestreitbar tief in
der Krise. Gerade aber in einer Krise biete sich die Chance, verkrustete
Fronten aufzubrechen und die in langen Jahren aufgetürmten
Strangulationsmechanismen und lähmenden Bürokratie-Absurditäten zu beseitigen,
stellte Grauduszus fest. „Hier hat der neuen Bundesgesundheitsminister alle
Möglichkeiten, unbeschwert von den eingefahrenen Verfilzungen der bisherigen
Berliner Gesundheitsbürokratie, neue und zukunftsweisende Margen in der
Gesundheitspolitik zu setzen.“
Vorrangig wichtig sei es hier, die Begriffe
„Eigenverantwortung, Subsidiarität und Solidarität eben in dieser Reihenfolge
neu in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu justieren“, forderte der
FÄ-Präsident. Dies seien wichtige Rahmenbedingungen für ein freiheitlich
ausgerichtetes Gesundheitswesen.
Hier hätten es der junge Bundesgesundheitsminister und seine
ebenfalls jugendliche Führungsmannschaft mit den Staatsekretären Annette
Widmann-Mauz und Daniel Bahr in der Hand, von Beginn an positive Zeichen zu
setzen. Die beiden neuen Staatssekretäre hätten bereits in der Vergangenheit
pointiertes gesundheitspolitisches Engagement demonstriert , „wobei
insbesondere der in Lahnstein geborene Daniel Bahr in seiner bisherigen
politischen Arbeit bewiesen hat, dass von dort nicht nur gesundheitspolitisch
Bedenkliches kommt“, brachte Grauduszus die so genannten Lahnstein-Beschlüsse aus
der Ära des Gesundheitsministers Seehofer in Erinnerung.