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Auch spreche das BMG nur noch von „medizinischen Anwendungen“, was
eine Online-Anbindung von Praxen und Kliniken an die Rechensysteme der
Krankenkassen zum Ziele der Abschiebung von Verwaltungs- und
Kontrollaufgaben der Kassen auf die Ärzte völlig ausschließe.
Eine
„höchstmögliche Datensicherheit“ ist nach Aussage der FÄ zudem nur zu
gewährleisten, wenn keine zentrale Verwaltung und Speicherung
medizinischer Daten erfolge. Hier komme, wenn überhaupt, nur eine
Punkt-zu-Punkt-Kommunikation der Behandlungseinrichtungen untereinander
infrage.
Die Freie Ärzteschaft fordert die Krankenkassen und das
„seltsam und kaum erklärlich eCard-affine“ NRW-Landesministerium für
Gesundheit und Soziales auf, endlich Konsequenzen zu ziehen und der
Vorgabe des BMG Folge zu leisten. Nach dem erneut von Staatssekretär
Kapferer verlautbarten Moratorium sei die weitere Ausgabe
elektronischer Gesundheitskarten in Nordrhein „Verschwendung von
Versichertengeldern in Reinstform“.
Mit den Ärzten solle endlich
über Alternativen gesprochen werden, die einen wirklichen Nutzen für
Patienten und Behandler böten, und bei welchen „informationelle
Selbstbestimmung und höchster Datenschutz wirklich das Primat haben“,
betont die FÄ in ihrer Stellungnahme.
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Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) wird nicht in der
ursprünglich geplanten Form kommen – das bekräftigt BMG-Staatssekretär
Stefan Kapferer in einem Antwortschreiben an die Vereinigung liberaler
Ärzte (VLÄ), das dem änd vorliegt. „Mit Ausnahme des Einlesens der
Versichertendaten haben die vorliegenden Ergebnisse der bisherigen
Testmaßnahmen deutlich aufgezeigt, dass die bisher entwickelten
technischen Lösungen den praktischen Anforderungen nicht genügen“,
schreibt Kapferer an Dr. Karl Ebertseder von der VLÄ.
Quelle: änd
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| Fr, 11.12.2009 17:19 / SM |
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