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01.01.2010, Pressemitteilung Freie Ärzteschaft: Ärztinnen und Ärzte auch im neuen Jahr kampfbereit


01.01.2010

Ärztinnen und Ärzte auch im neuen Jahr kampfbereit

Grauduszus: „Würde des ärztlichen Berufes wiederherstellen!“

ERKRATH - „Die deutschen Ärztinnen und Ärzte werden auch im neuen Jahr alle Kräfte im Kampf um die Wiederherstellung der Würde des ärztlichen Berufes mobilisieren“, prophezeit Martin Grauduszus, Präsident der ‚Freien Ärzteschaft’ (FÄ): „Nach über einem Jahrzehnt der planmäßigen politisch-ideologischen Unterdrückung, der wirtschaftlichen Ausbeutung und bürokratischen Drangsalierung haben wir es trotz allem immer noch nicht aufgegeben, zu den Wurzeln unseres Berufes zurückkehren zu wollen!“

Der Machtwechsel in Berlin berge „viele Chancen für einen wirklichen Neuanfang in der Gesundheitspolitik“. Dabei werde es in hohem Maße hilfreich sein, dass mit Dr. Philipp Rösler an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums ein Arzt stehe, „der von Berufs wegen in Kollegialität wie in Zuwendung Ärzten und Patienten gleichermaßen verpflichtet ist.“

Der FÄ-Präsident nannte vor diesem Hintergrund den Erhalt und die Sicherung der nach wie vor akut vom Abbau bedrohten flächendeckenden wohnortnahen Versorgung durch wirtschaftlich unabhängige und wieder anständig honorierte niedergelassene Haus- und Fachärzte und die unbegrenzte Garantie für die ärztliche Freiberuflichkeit, Therapiefreiheit und Schweigepflicht sowie das Recht auf die freie Arztwahl als „unumstößliche Eckpfeiler einer neuen Gesundheitspolitik, die so auch im Koalitionsvertrag beschrieben werden.“ Dies seien aber auch die Wurzeln, auf denen sich ärztliches Berufsverständnis gründe und für deren zu sichernden Bestand es sich zu kämpfen lohne, betonte Grauduszus.

Im Umkehrschluss zu den Forderungen an die Politik müsse sich allerdings auch die deutsche Ärzteschaft „gewissermaßen auto-suggestiv selbst in die Pflicht nehmen lassen, ihre eigenen Selbstverwaltungen einem radikalen Umbau zu unterwerfen – hin zu einer vornehmlichen, engagierten und unabhängigen Interessenvertretung der Kolleginnen und Kollegen.“ Im Wortsinn „betroffene Ärztinnen und Ärzte“ müssten die umfassende Möglichkeit erhalten, dafür sorgen zu können, dass ärztliche Leistung nach einem transparenten und für alle nachvollziehbaren Abrechnungssystem bezahlt werden. „Nicht aus Versicherten-Beiträgen massiv über-alimentierte Krankenkassen-Autokraten hätten durch dubiose Verträge zu bestimmen, welcher Patient zu welchen Bedingungen welchen Arzt aufsuchen darf, „sondern der Patient muss uneingeschränkt zu derjenigen Ärztin oder demjenigen Arzt gehen können, denen er vertraut“, so Grauduszus.

Für Rückfragen: Peter Orthen-Rahner, Pressesprecher, 0173 - 6017351


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Sa, 02.01.2010 12:34 / SM  Anfang