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22.02.2010, Pressemitteilung: Grauduszus: "Verkrustungen aufbrechen – Staatsferne herbeiführen"


‚Freie Ärzteschaft’ tritt bei KV-Wahlen an

Grauduszus: „Verkrustungen aufbrechen – Staatsferne herbeiführen“

ERKRATH – „Das System der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) ist nicht mehr in der Lage, die Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu sichern, ihre Verpflichtung zur Wahrnehmung der Interessen und Rechte ihrer Pflichtmitglieder haben diese Körperschaften des öffentlichen Rechts völlig verdrängt.“ Vor diesem Hintergrund kündigte Martin Grauduszus, Präsident der ‚Freien Ärzteschaft’ (FÄ) heute an, dass seine Organisation bei den in diesem Jahr anstehenden Wahlen zu den Vertreterversammlungen der KVen in möglichst vielen Bezirken mit eigener Liste antreten werde.

„Wir treten an, um als parlamentarische Opposition innerhalb der Vertreterversammlungen die Möglichkeit zu haben, Verkrustungen im System aufzubrechen, die KVen dürfen nicht weiter als verlängerter Arm des Gesetzgebers und der Krankenkassen agieren“, argumentierte der FÄ-Präsident. Weiter müsste dafür gesorgt werden, dass gesetzliche Grundlagen geschaffen würden, die es „den KVen künftig unmöglich machen, uns Ärztinnen und Ärzte zu kujonieren, zu drangsalieren und unserer ärztlichen Würde zu berauben.“. Die FÄ hätte in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass die Diskussion innerhalb der Ärzteschaft über die „Daseinsberechtigung der KVen in ihrem gegenwärtigen desolaten Zustand“ voll entbrannt und völlig zu Recht in Frage gestellt worden sei.

Neben dem Engagement bei den KV-Wahlen untermauerte Grauduszus jedoch „den ungebrochenen und nachdrücklichen Einsatz der ‚Freien Ärzteschaft’ für die Einführung des direkten Vertragsverhältnisses zwischen Patient und Arzt sowie für die Etablierung der Kostenerstattung als mindestens gleichwertige Säule im GKV-System.“

„Das ‚Standbein’ unserer außerparlamentarischen Opposition ergänzen wir um das ‚Spielbein’ der parlamentarischen Opposition“, unterstrich der FÄ-Präsident seinen Appell insbesondere auch an jüngere Kolleginnen und Kollegen, sich aktiv – „auch und gerade als Kandidatin und Kandidat“ - bei den bevorstehenden KV-Wahl einzubringen.

Für Rückfragen: Peter Orthen-Rahner, Pressesprecher, 0173 – 6017351

Freie Ärzteschaft e.V. Tel. 02104 - 1385975

Bergstr. 14 presse@freie-aerzteschaft.de

40699 Erkrath www.freie-aerzteschaft.de


 


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Mo, 22.02.2010 10:04 / SM  Anfang