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24.02.2010, Pressemitteilung: Grauduszus: "Eine Kommission beruft sich selbst"


Externer Sachverstand ist unverzichtbar

Grauduszus: „Eine Kommission beruft sich selbst“

ERKRATH – „Es ist nicht nachvollziehbar, dass lediglich ein verkleinertes Bundeskabinett unter der Assistenz von Fraktionsführern und ohne erkennbare Hinzuziehung von externen Fachleuten in der Lage sein soll, die dringend notwendige Neuausrichtung in der Gesundheitspolitik auf den Weg zu bringen“, zeigte sich Martin Grauduszus, Präsident der ‚Freien Ärzteschaft’ (FÄ) enttäuscht über die Zusammensetzung der heute eingesetzten Regierungskommission zur Reform des Gesundheitswesens mit allein acht Bundesministern.  

Hier berufe sich eine Kommission selbst, monierte der FÄ-Präsident, „das aber ist ein denkbar schlechter Anfang für die Herkulesarbeit, die Bundesgesundheitsminister Rösler angehen will“. Rösler habe sich in seinen bisherigen Verlautbarungen durchaus als ambitionierter Ressortchef gezeigt, nun aber laufe er Gefahr, „sich die Bremser ins eigene Haus zu holen.“  

Es müsse sich alsbald zeigen, ob die Kommission in dieser Zusammensetzung fähig und willens sei, auf der Basis der gesundheitspolitischen Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag zügig zu arbeiten oder ob diese Vereinbarungen „auf immerwährende Wiedervorlage gelegt werden.“  

„Unverzichtbar aber ist die Einbeziehung externen Sachverstandes“, mahnte Grauduszus, und dieser Sachverstand käme von dort, „wo tagtäglich Gesundheitswesen passiert, nämlich an der Basis im Kontakt zwischen Arzt und Patient.“ Insofern sei die Ärzteschaft durchaus bereit, sich an einer sinnvollen und „sachverständigen“ Reform des Gesundheitswesens aktiv und konstruktiv zu beteiligen.

Für Rückfragen: Peter Orthen-Rahner, Pressesprecher, 0173 – 6017351


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Mi, 24.02.2010 11:30 / SM  Anfang