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Externer Sachverstand ist unverzichtbar
Grauduszus: „Eine Kommission beruft
sich selbst“
ERKRATH – „Es ist nicht
nachvollziehbar, dass lediglich ein verkleinertes Bundeskabinett unter der
Assistenz von Fraktionsführern und ohne erkennbare Hinzuziehung von externen
Fachleuten in der Lage sein soll, die dringend notwendige Neuausrichtung in der
Gesundheitspolitik auf den Weg zu bringen“, zeigte sich Martin Grauduszus, Präsident
der ‚Freien Ärzteschaft’ (FÄ) enttäuscht über die Zusammensetzung der
heute eingesetzten Regierungskommission zur Reform des Gesundheitswesens mit
allein acht Bundesministern.
Hier berufe sich eine
Kommission selbst, monierte der FÄ-Präsident, „das aber ist ein denkbar
schlechter Anfang für die
Herkulesarbeit, die Bundesgesundheitsminister Rösler angehen will“. Rösler
habe sich in seinen bisherigen Verlautbarungen durchaus als ambitionierter
Ressortchef gezeigt, nun aber laufe er Gefahr, „sich die Bremser ins eigene
Haus zu holen.“
Es müsse sich alsbald zeigen,
ob die Kommission in dieser Zusammensetzung fähig und willens sei, auf der
Basis der gesundheitspolitischen Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag zügig
zu arbeiten oder ob diese Vereinbarungen „auf immerwährende Wiedervorlage
gelegt werden.“
„Unverzichtbar aber ist die
Einbeziehung externen Sachverstandes“, mahnte Grauduszus, und dieser
Sachverstand käme von dort, „wo tagtäglich Gesundheitswesen passiert, nämlich
an der Basis im Kontakt zwischen Arzt und Patient.“ Insofern sei die Ärzteschaft
durchaus bereit, sich an einer sinnvollen und „sachverständigen“ Reform des
Gesundheitswesens aktiv und konstruktiv zu beteiligen.
Für Rückfragen: Peter
Orthen-Rahner, Pressesprecher, 0173 – 6017351
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