02.03.2010, Pressemitteilung: Grauduszus: "Weg vom Datensammeln zum Datenmissbrauch verbaut"
Handlungsanweisung
auch für die eCard
Grauduszus: „Weg vom Datensammeln zum Datenmissbrauch
verbaut“
ERKRATH
– „Der ebenso kurze wie verhängnisvolle Weg vom Datensammeln zum
Datenmissbrauch wurde verbaut und unmöglich gemacht!“ Martin Grauduszus, Präsident
der ‚Freien Ärzteschaft’ (FÄ) zeigte sich erfreut und hoch zufrieden über das
Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Vorratsdatenspeicherung: „Die unersättliche
staatliche Datengier hat eine nachhaltige Abfuhr erfahren.“
Mit
der Feststellung der Verfassungswidrigkeit dieses Datenmolochs hätten die
Richter in Karlsruhe eindrucksvoll die Bedeutung und den Vorrang der Menschenwürde
und des Persönlichkeitsschutzes bestätigt, dem sich alle politischen
Entscheidungen unterordnen müssten.
Die
Würde des Menschen sei und bleibe unantastbar, bezog sich der FÄ-Präsident auf
die Verfassung. „Mithin ist auch die Würde von Patient und Arzt unantastbar und
dies bedeutet, dass jegliches blindwütige
von interessierter Seite verordnete Sammeln von Daten im sensiblen Bereich des
Arzt-Patienten-Verhältnisses zu unterbleiben hat!“ Insofern sei die
elektronische Gesundheitskarte in der vorliegenden Form ebenfalls sofort zu
stoppen: „Dieses ohnehin im Präfinal-Stadium befindliche Projekt muss endlich
vollständig entsorgt werden“, so Grauduszus, die heutige Entscheidung in
Karlsruhe sei auch für diesen Bereich „eine unmissverständliche Handlungsanweisung.“
Für
Rückfragen: Peter Orthen-Rahner, Pressesprecher, 0173 – 6017351