Votum einer außerordentlichen
Mitgliederversammlung der ‚Freien Ärzteschaft’
Grauduszus
kandidiert für das Amt des Bundesärztekammer-Präsidenten
KÖLN/ERKRATH – Martin
Grauduszus, Präsident der ‚Freien Ärzteschaft’, wird auf dem 114. Deutschen
Ärztetag in Kiel (31.05. – 03.06.) bei den turnusmäßig anstehen Vorstandswahlen
für das Amt des Bündesärztekammer-Präsidenten kandidieren. Die Bereitschaft zur
Kandidatur erklärte der 52-jährige in eigener Praxis niedergelassene Facharzt
für Allgemeinmedizin aus Erkrath nach dem entsprechenden Votum einer
außerordentlichen Mitgliederversammlung der ‚Freien Ärzteschaft’ in Köln.
In erster Linie müsse es darum
gehen, den Arztberuf als freien und wirtschaftlich unabhängigen Beruf auf Dauer
wieder sicher zu machen, so Grauduszus: „Freiheit der ärztlichen Berufsausübung, Therapiefreiheit, ärztliche
Schweigepflicht und freie Arztwahl für die Patienten als unverzichtbare Säulen
unseres Berufes sind akut bedroht.“
Die hohe gesellschaftliche
Akzeptanz und das moralische Gewicht der Bundesärztekammer müssten eingesetzt
werden, um die Würde von Ärztin und Arzt wiederherzustellen, erklärte
Grauduszus. Ein „perfekt funktionierendes Bündnis aus Politik, Krankenkassen
und interessierten Konzernen hat unser Ansehen seit Jahrzehnten bewusst
ramponiert mit dem Ziel, es zu zerstören.“
Überbordende Bürokratie,
wirtschaftliche Restriktionen bis hin zur Existenzbedrohung und unersättliche
Datengier seien das Instrumentarium hierzu, unter dem insbesondere die
niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Deutschland zu leiden hätten – mit Folgen auch für die Patienten, die zunehmend
durch die vorgeschriebene Budget-Medizin betroffen seien. „Hier von der
Kassenärztlichen Bundsvereinigung als der anderen Spitzen-Organisation
Gegenwehr und Abhilfe erwarten zu können, haben wir uns abschminken müssen,
eher wird hier Politik gegen uns Niedergelassene gemacht.“
„Umso dringlicher muss sich die
niedergelassene Ärzteschaft im neu zu wählenden Präsidium der Bundesärztekammer
deutlich repräsentiert sehen“, bekräftigte Grauduszus seine Kandidatur und
verwies darauf, dass seit 33 Jahren ununterbrochen Krankenhausärzte an der
Spitze der Bundesärztekammer gestanden hätten.
Für Rückfragen: Peter Orthen-Rahner,
Pressesprecher, 0173 – 6017351
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