Unerträgliches
Lagerdenken
Marburger
Bund verhindert Krisenstab zum Versorgungsnotstand
DÜSSELDORF – „Unerträgliches Lager-Denken und
Konfrontation um jeden Preis und unter mutwilliger Verkennung
tatsächlicher
politischer Erfordernisse diktiert offenbar die Arbeit der Fraktion des
Marburger Bundes in der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein.“
Mit Empörung
reagierte Wieland Dietrich, Vorsitzender der Fraktion ‚Freie
Ärzteschaft’
in der Kammerversammlung auf die Tatsache, dass die MB-Fraktion auf
Betreiben
ihres Vorsitzenden Rudolf Henke mit ihrer Mehrheit die Einrichtung eines
Krisenstabes zur Intervention angesichts
der desolaten wirtschaftlichen Situation vieler Praxen in Nordrhein
verhindert
hat.
Zahlreiche niedergelassene Mitglieder der Kammerversammlung
hätten während der Kammerversammlung in aufrüttelnden Schilderungen
dargelegt, wie sich die Einkommenssituation der Haus- und Fachärzte seit
der
letzten Honorarreform 2009 dramatisch verschlechtert habe, so Dietrich:
„Die
Diskussion hat einmal mehr deutlich gemacht, warum sich immer weniger
Ärzte
niederlassen – mit der Konsequenz einer drastisch zunehmenden Gefährdung
der
Patientenversorgung.“
Dieser nachweisbare Versorgungsnotstand im ambulanten
Bereich scheine die Krankenhausärzte „in keiner Weise zu interessieren“,
stellte Dietrich fest: „Herr Kollege Henke sollte nicht verdrängen, dass
die
Kliniker in der Vergangenheit bei ihren berechtigten Forderungen immer
auf die
uneingeschränkte Solidarität der niedergelassenen Kolleginnen und
Kollegen
bauen konnten.“ Mit seinem jetzt gezeigten Abstimmungsverhalten aber
verlasse
der Marburger Bund das gemeinsame Boot der ärztlichen Solidarität: „Herr
Henke
sollte das Tischtuch nicht endgültig zerschneiden, auch in seinen Reihen
hat er
zahlreiche Mitglieder, die irgendwann trotz aller Widrigkeiten den Weg
in die
Niederlassung gehen werden!“
Für
Rückfragen: Peter Orthen-Rahner, Pressesprecher, 0173 – 6017351, presse@freie-aerzteschaft.de |