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 Martin Grauduszus | Martin Grauduszus,
Facharzt für Allgemeinmedizin / Sportmedizin in Erkrath
- Im Jahr 2031 werde ich im Alter von dann 72 Jahren aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand treten.
- von 1983 bis 1990 klinische Tätigkeit in Osnabrück, Haan/Rhld., Wickede/Ruhr und Bremerhaven
- seit 1992 in eigener Praxis niedergelassen in Erkrath-Hochdahl bei Düsseldorf
- berufspolitisch bis zur Gründung der "Freien Ärzteschaft" Anfang 2004 aggressiv zuwartend, zunächst Schatzwart im Vorstand und seit Juni 2005 Präsident der FÄ.
Die mit der Patientenversorgung betraute Ärzteschaft hat die Wahrung der Eigeninteressen vernachlässigt. Die Rahmenbedingungen für die ärztliche Tätigkeit werden von Kollegen der theoretischen Medizin und Bürokraten vorgegeben.
Die Einbahnstrasse Staatsmedizin muss gesperrt werden. Der freiberuflich tätige Vertragsarzt muss seine Kassenpraxis in Zukunft wieder nicht nur kostendeckend führen können, sondern auch endlich wieder einen angemessenen Arztlohn und einen angemessenen Unternehmergewinn erwirtschaften können. Echter Bürokratieabbau und echte Verringerung des Verwaltungsaufwandes im Gesundheitswesen sind erforderlich. Im Mittelpunkt müssen wieder ärztliche Tätigkeit und nicht Verwaltung und Formulare stehen. |
Mail an Martin Grauduszus, Präsident der FÄ
 Wieland Dietrich | Wieland Dietrich
Hautarzt / Phlebologie, Praxis in Essen seit 1994.
Nach sehr erfreulichen WeiterbildungsassistentInnen im Job-Sharing seit 1999 mit der Hautärztin Frau Dr. Diana Ulrich, mit der ich hervorragend zusammenarbeite.
Zu Beginn der Praxistätigkeit war ich froh, unangemessene Hierarchien der Klinik hinter mir gelassen zu haben. Nach Übernahme der Praxis verlief zunächst alles ganz "normal": viel Arbeit und gutes Auskommen.
Bald aber wurde ein zunehmender Teil der Tätigkeit nicht mehr bezahlt. Dies wurde von der KV jeweils wohlfeil erklärt, andererseits aber die weitere "Leistungserbringung" eingefordert. Damals vermisste ich schmerzlich klare Positionen der Ärztekammern zu diesem fortschreitenden Missstand. Bürokratie und Regulierungswahn in der GKV nahmen zu.
1998 habe ich mit vier Fachkollegen das Laser Medizin Zentrum Rhein-Ruhr in Essen gegründet, auch um dort eine Option außerhalb der GKV zu haben.
In dieser Zeit haben wir einen Teil der Praxisleistungen in die Privatmedizin überführt.
Die Politik von Ulla Schmidt, die die Abschaffung der so genannten doppelten Facharztschiene zum Ziel hatte, weiter zunehmende Ungerechtigkeiten in der Sozialgerichtsbarkeit sowie die Art, wie das KV-System sich selbst als "normal und unverzichtbar" darstellte, ließen mich am ersten Treffen von Autoren des Forums facharzt.de 2004 in Raunheim teilnehmen, der Keimzelle der Freien Ärzteschaft.
Ich arbeite gerne als Hautarzt, allerdings nicht mehr gerne unter den in höchstem Maße unfreien und ungerechten Bedingungen der GKV. Obwohl ich nie berufspolitisch aktiv sein wollte, ergab sich deshalb für mich ab 2005 zwingend die Notwendigkeit, mich den mutigen Protesten anzuschließen, die M. Grauduszus mit den anderen Kollegen in der Freien Ärzteschaft angestoßen hat. Es ist inzwischen auch spannend zu sehen, wie politische Prozesse ablaufen und dass bereits wenige engagierte Menschen wesentliche Veränderungen bewirken können.
Mein Ziel ist, die Freiberuflichkeit der Ärzte Deutschlands zu verteidigen und zu stärken.
Wir brauchen wieder eine solide wirtschaftliche Basis, gesundes Selbstbewusstsein, berufliche Würde sowie Autonomie in der Ausübung unserer Profession.
Nur so können wir wieder die berufliche Zufriedenheit zurückerlangen, die essentiell für eine gute ärztliche Berufsausübung ist!
Photo Stefan Gregorowius |
Mail an Wieland Dietrich, 1. Vizepräsident der FÄ
 Dr. Peter Loula | Dr. med. Peter Loula,
Augenarzt in Düsseldorf, niedergelassen seit 1993.
Seit 1996 Obmann-Vertreter des Berufsverbands der Augenärzte (BVA) des Bezirks Düsseldorf, danach Bezirks-Obmann seit dem Jahr 2000 und BVA-Delegierter. Unter anderem vier Jahre Tätigkeit als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Düsseldorf, Erfahrungen im Prüfungsausschuß bezüglich Medikamentenregressen.
1999 habe ich mit breiter Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen des Bezirks Düsseldorf die private Glaukomvorsorgeleistung eingeführt, weitere private individuelle Gesundheitsleistungen folgten.
Nach der Praxisgründung 1993 kam relativ schnell das böse Erwachen, es wurde eine Budgetierung nach der anderen eingeführt. Jetzt werden unsere Honorare nur noch nach mehrmaliger nachfolgender Budgetierung ausgeschüttet, die Budgetkürzungen können betriebswirtschaftlich niemandem mehr plausibel gemacht werden.
Daher kam mir relativ schnell die Einsicht, dass viele Praxen ohne private Zusatzleistungen nicht überlebensfähig sind. Das Sozialrecht wurde zu einem neuen "Hobby", wobei mir die Erfahrungen im Sozialgericht Düsseldorf sehr hilfreich waren.
Die staatlich organisierten KVen beschränken sich schon zu lange darauf, nur noch den Mangel zu verteilen. Von einer echten Vertretung kann hier nicht gesprochen werden. Wir können es nicht länger hinnehmen, daß unsere Honorarforderungen für unsere qualitativ hochwertigen und verantwortungsvollen Leistungen, die unter Einsatz von hohen Kosten erbracht werden, mit einem budgetierten Minimal-Honorar vergütet werden.
Ich habe das Vorstandsamt im Verein "Freie Ärzteschaft e.V." angenommen, um diesen als eine echte und unabhängige Vertretung der Ärztinnen und Ärzte Deutschlands zu stärken und um unsere Forderungen durchzusetzen. |
Mail an Peter Loula, 2. Vizepräsident der FÄ
Dr. Axel Brunngraber,
geboren 1950 in Hamburg, Facharzt für Innere Medizin, seit 1987 in Hannover in eigener Praxis niedergelassen, seit 1996 beisitzender Richter am hann. Sozialgericht, seit 2006 Mitglied der nds. Kammerversammlung (als Drei-Personen-Liste), Delegierter zu den Deutschen Ärztetagen, Mitglied im Aktionsbündnis "Stoppt-die-e-Card", Beiratsmitglied der nds. Ärztegenossenschaft ÄG-NW
Mein Anliegen: durch den eigenen Beitrag das gemeinsame kollegiale Handlungsvermögen, Mut, Stolz und Zuversicht der Ärzte so weit als möglich zu stärken auf dem vor uns liegenden Wege, auf dem fundamentale Gegner des Arztberufes kein Mittel der Einflussnahme und Demoralisierung unversucht lassen werden.
Mein Ziel: die persönlich verantwortete, mittelständische, freiberufliche Ausübung des Arztberufs zu bewahren und sie gegen Planwirtschaft und außerärztliche Aufkäufer zu verteidigen. Dazu gehört eine Strategie gegen das Sachleistungsprinzip, gegen die Kommerzialisierung und die IT-Unterwerfung unseres Berufes. Wir Ärzte zusammen bürgen mit für das humane Herz unserer zivilen Gesellschaft!
Meine Melodie: Lieber ein leiser Fluss als ein Lauter Bach.
Mein Motto: Haus-, Fach- & Klinikärzte: up ewig ungedeelt… |
Mail an Dr. Axel Brunngraber, Schriftführer der FÄ
 Dr. Ewald Proll | Dr. med. Ewald Proll,
Psychiater in Wuppertal, Jahrgang 1959;
* Seit 1995 Alleinverdiener in eigener Praxis als Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie.
* Während der Klinikzeit gewerkschaftlich organisiert, 4 Jahre Ärztekammer.
* Meist geduldig, kompromissbereit, aufgeschlossen, wenig direktiv (Berufskrankheit).
* In den letzten Jahren zunehmend ungeduldig, intolerant, sarkastisch, direktiv (unmittelbare Folge der Vertragsarztrolle).
Ich engagiere mich hier
* für den Erhalt der freien Ärzteschaft (im doppelten Wortsinn)
* gegen Bürokratur und Fremdbeeinflussung
* für Authentizität und freie Meinungsäußerung
* gegen manipulative und propagandistische Vorurteile
* für ein solidarisches, sachliches Auftreten
* gegen Spaltungstendenzen und Gedankenkontrolle
* für die informationelle Selbsbestimmung
* gegen Gesinnungs- und Datenschnüffelei |
Mail an Ewald Proll, Schatzmeister der FÄ
| Di, 21.06.2005 20:41 / MG |
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